LYRIKBOX
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DAS GÄSTEBUCH


Herr Knüsse aß Nüsse, gewiss stets mit Bürde,
doch machte der alte Herr Knüsse nie schlapp.
Er brauchte zum Knacken s'Gebiss, stets mit Würde,
denn Nüsse, die sind der Verschlüsse nie knapp.  

Der alte Herr Knüsse hat sie oft beknabbern,
die kernigen Nüsse mit Qualen geschält.
Derweil hat der Knüsse die Knie oft besabbert,
sich duldsam mit störrischen Schalen gequält.  

Da wollt' die Frau Knacke  'ne Nuss für ihn schlagen,
hat einer mit mehr als nur Bitten gedroht
und tat diese Nuss bis zum Schluss für ihn nagen,
da Einhalt sie ihr mit den Dritten gebot.  

Bald packte Frau Knacke am Nacken den Knüsse,
ihm flüsternd, wie sie seine Nüsse gern knackt.
Sie liebe den Ton dieser knackenden Nüsse
und sähe den alten Herrn Knüsse gern nackt.  

Zwar wollt' sie die Liebe zu Knüsse verkappen,
doch lag bald im Bette mit Knüsse sie nackt.
So taten sich nie ihre Küsse verknappen.
Noch heute von Knüsse die Nüsse sie knackt.

 
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