
Ein Seemann sich ins Ruder legte,
die Pinne rechter Steuerhand,
weil vor ihm sich ein Luder regte,
und ER ihm ungeheuer stand.
Er musst’ um Sucht und Sehen ringen,
betäubt von jenem Musenbiss.
Ihn lockte dies Sirenensingen,
die Lieblichkeit der Busenmiss.
Sie hieß ihn die Gefahr zu höhnen,
die man in tiefen Rinnen fand.
Die Lore schien ihr Haar zu föhnen
und äugte übern Finnenrand.
Beim Fahrn, zu Melodeien lenkend,
der Mollakkord glich kalt ’nem Spiel,
versank, nicht an die Layen denkend,
sein Klipper mit gespalt’nem Kiel.
Sie dachte nicht ihn Rhein zu legen,
als sie um schöne Stunden warb,
begann sich auf den Layn zu regen,
wo sie an Herzenswunden starb.
Ihr Blick sich mit dem Wandrer einte,
der unter ihrem Willen starb.
Sie nie um Seelen andrer weinte;
um seine sie im Stillen warb.
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