LYRIKBOX
WOLKENPOESIE
GEDANKENFERNE
HERZFLÜSTERN
FIEBERHAUT
OHNMACHTSKREISE
Rot
Tote Fliege
Süsses Gift
Hinter den Masken
Sie
Sehnsuchtsmalerei
Im letzten Wort
Schösse der Nacht
Die Puppennäherin
Die Möwe
Rose und Nelke
Portugiesische Galeere
Wintersturm
Winter
Winterherz
Hunger
Jenseitspfade
Neonnacht
ZAUBERWELTEN
WÖRTERSALZ
MORGENLICHTER
PROJEKTE
KONTAKTE
DAS GÄSTEBUCH


Getragen nur auf der Palette;
ich menge Rot mit Blütenweiss.
In zartem Ton mal ich kokette;
die Linien, ziehe Kreis um Kreis.  

Die Augen, blau, mal ich wie Spiegel,
und tusche leuchtend schwarz den Grund.
Ich forme rot der Liebe Siegel,
so voll und sinnlich deinen Mund.  

Gar zärtlich zieh ich feinste Reihen
von langen Wimpern, sanft in Braun,
will so den Augen Glut verleihen,
und lass sie leuchtend zu mir schaun.  

Der Pinselstrich wird ungleich freier,
beginnt ganz weich zu gondolieren.
Ich mal in blond dir einen Schleier,
um ihn zur Brust hin zu verlieren.  

Die Wangen pudre ich ganz sacht
und ziehe dir die Winkel hoch;
nie schöner hat’s mich angelacht,
dein Eben hier auf Leinwand doch.  

Ich tünch dir Rosen in dein Haar,
in Rot und Weiss zuallerletzt,
und wein, wie Tau, die Träne klar,
die mir mein Aug, das eigne netzt.

 
Top