Zu Klangwerk werden wir, zu tintenblauen
Zeilen
auf Notenpergament, wenn wir schon singend
sind.
Die Fügung zu Musik will hier zur Einheit
heilen,
was unser nächtlich' Lied als scheuen Kuss
beginnt.
Und wenn wir einsam sind, verklungen nun
verweilen
im Echo einer Nacht, so lauschen wir dem Wind,
um Mantel
uns zu sein, den wir im Stillen teilen,
wenn längst der letzte Ton aus Streichelhänden
rinnt.
Die Liebe ist ein Lied, dem wir als Klangwerk
dienen,
sind Körperresonanz, wenn wir verheißungsvoll
uns singend alles sind zum Spiel von Violinen.
Die Liebe ist ein Lied, das in uns klingen
soll,
auch wenn uns nachts allein, verweinter
Trauermienen,
der letzte Ton verstummt als Schlussakkord in
Moll.