Mein Aug verweilt in Gärten frost’ger
Fensterscheiben
- es sucht nach Spuren einst’ger Freudenquelle -
und sieht in all dem Ranken und dem Hoffnungstreiben
nur Schemen, weisse Winteraquarelle.
So will ich bangend dort mit meinem Blick verbleiben
und finde Runen doch an einer Stelle,
die wehmutsvoll mir einst’ges Lebensglück beschreiben,
die Liebe mir als schmerzend Abschiedsschelle.
Ich hauch verzweifelt einen Winteratemkreis,
und lächelnd ziehst du dort ein Herz für mich.
Ich tu es zittrig deiner Fingerkuppe gleich.
Du schaust mich freudestrahlend an, und ich
- voll Liebe blühn die Seelengärten reich -
verschenk mein Herz, mein Weihnachtsherz an dich.