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Oh willst du Mensch dich im Gefängnis halten,
dich ohne Freiheitsdrang am Darben freuen?
Wo Dämmrung blasst und dunkle Farben dräuen,
wirst Hände du im Trugverhältnis falten? 

 Wo Schatten sich auf die Gesichter legen,
willst betend, Mensch, du die Befreiung wagen?
Muss selbst du nicht nach innrer Weihung fragen,
erlöset dich der ferne Lichtersegen?  

Bei Leid entlocket, schadet’s keiner Seele,
uns sei’s auch nur vom schwachen Spöttergeist,
gefangen und vom Hader striemenreich.  

Es scheint, dass Leben uns mit Riemen streich,
als ob der Schmerz die Macht der Götter speist.
Sind wir das tadelnd Wort aus seiner Kehle?

 
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