Aus einem Lichtgefäß vergossen, sind
die Seelen Ursprung aller Göttlichkeit,
sind Quell und Kern, der Sünde blind,
der Spross, der Reinheit selbst geweiht.
Verweh’n die Jahre dann im Lebenswind,
so
trübt sich ihre pure Wesenheit.
Wie Wasser einst, so klar im Menschenkind -
heut fließt sie trüb, zur Läuterung bereit.
Im Tod ergießt sich unser Lebensnass,
zurück in jene Schale wird es fließen.
Es trennt sich Liebe, Licht, vom dunklen Hass.
Es wird sich unser Schicksal hier erschließen.
Verlöscht das Seelenlicht im Schattenblass,
wird Gott die Trübnis aus der Schale gießen?