-Frühling-
Es ist als ob mich die Mimosen küssten,
wenn träumend ich zum Lenzgebornen spreche,
zur Schlummerstunde mich liebkosen müssten,
wenn’s Schweigen ich mit Lerchenspornen
breche.
Mich aus dem Schlaf die ersten Glöckchen reißen,
mein Wachsein mir mit Farbenteilchen füllen,
und Bünde weißer Buschwindröckchen gleißen
auf zarten Frühlingsstoffen, veilchentüllen.
-Sommer-
Betörn Clematis mich, Dianthusrecken,
so klingt’s auch liebvoll in Verbenenrunden,
und purpursommern Amaranthusecken,
verführn mich bunte Duftsirenenbunden.
Wo blauend mich die Glockenreben streifen,
so
blütenwogt’s mir an den Malvensunden,
will alles mir zum Ambergelben reifen,
mir hell in warmen Sonnensalven munden.
-Herbst-
Umhüll ich mich mit weichen Rosenlinnen
deck zu mit Blüten mich, papaverschlichten,
die Träume mir von Herbstzeitlosen rinnen,
so leisezärtlich, mir, dem Schlaferpichten.
Wenn allerletzte Chrysanthemen schönen,
ich lächelnd Blicke mit Calluna tausche,
noch während satte Farben Schemen tönen,
den Abschiedsworten der Fortuna lausche.
-Winter-
Wenn’s Winter wird in zarten Chorusbünden,
möcht alles Welken ich so gern verstehen,
doch schlaf ich, wenn die Helleborus künden
von roter Wehmut, Weihnachtssternvergehen.
Wenn Blumen Fensterscheiben eisig rändern,
träumt's Weidekätzchen mir im Felismaien,
wie magisch, tut sich trocknes Reisig ändern,
all Welken mir mit Hamamelis feien.