Verblasst auf grünem Linnen letzte
Lebenskraft,
zerstiebt im Sturmeswind des Sommers
Farbenstaub,
so opfern Rot und Herbstesgold sich jenem Raub
- noch ahnt kein Bild, dass in ihm bald die
Leere klafft.
Und fügen sich die dunklen Schatten
schemenhaft
dort langsam ins Gemälde ein, so lebenstaub,
fällt kraftlos bald das letzte bunte
Espenlaub,
der Maler uns ein Bild von Farbenahnen
schafft.
Wo hoffnungsschwer die Staffelei auf Frühling
bangt,
dort dämmert Kerzenrot und Tannengrün aus
Weiß,
taut sehnsuchtsvoll die Farbe aus dem
Wintereis.
Auf Zweiglein lebenswach manch bunter Tupfer
prangt,
wo Bernsteinlicht der Leinwand Leuchten
abverlangt,
gewunden dort zu jenem Weihnachtslichterkreis.