LYRIKBOX
WOLKENPOESIE
Winterspaziergang
Wolkenpoesie I
Wolkenpoesie II
Wolkenpoesie III
Wolkenpoesie IV
Puderzuckermunkeln
Ein letztes Rosenblütenblatt
Apfelblütentraum
Maienlichter
Sommerlinde
Mondpoesie I
Mondpoesie II
Mondpoesie III
Mondpoesie IV
Mondpoesie V
Mondpoesie VI
Am Seerosenweiher
Rittersporn
Ätherbrandung
Frühlingsaquarell
Frühlingsblumenwortgirlande
Frühlingssträusschen
Weiss wie Schnee
Klangspaziergang
Neue Heimat
Herbstkind
Regen
Bäume
Die letzte Rose
Herbstlicht
Die Muschel
Winterstaffelei
Lavendelkissen
Mit Blumen durchs Jahr
Frühlingserahnen
Orchidee
Die Sprache der Blumen
Mittagssonne
Lunablaue Poesie
Nachtsilber
Bernsteinaugen
Blaue Iris
Damaszenerrose
GEDANKENFERNE
HERZFLÜSTERN
FIEBERHAUT
OHNMACHTSKREISE
ZAUBERWELTEN
WÖRTERSALZ
MORGENLICHTER
PROJEKTE
KONTAKTE
DAS GÄSTEBUCH


Es sammelt sich der Tau in prunken Duftpokalen,
die enzianblau getuscht voll Zauber sich entfalten.
Ich seh’ mich satt an diesen hehren Blütenschalen
und kann vor Achtung nur noch staunend innehalten.  

Ich will mit Lächeln ihnen dies Geschenk bezahlen;
wie könnt ich auch ein Wort von Dank gestalten.
Würd’ selbst ich hier mit warmen Heuchlerworten prahlen,
so würd’ das karge Ausdrucksfeuer bald erkalten.  

So mancher nahm sich diese kühne Maienbraut
zur Frau und trank aus ihren blauen Blüten Wein,
trank unbedacht vom enzianblauen Ritterkraut
  
den Tau und lud den Tod somit zum Weilen ein.
Wir sind die seinen, färbt sich blau die Heldenhaut
und werden Trunk dem Rittertode selber sein.

 
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